Martin, Michael und Dr. Klaus Peter Ruf (v.l.)

Martin, Michael und Dr. Klaus Peter Ruf (v.l.)

Transnova Ruf aus Ansbach feiert 25-jähriges Jubiläum

Das Ansbacher Unternehmen entwickelt sich vom Standardmaschinenbauer zum Anbieter von roboterbasierten, maßgeschneiderten Automatisierungslösungen im Endverpackungsbereich. 1993 übernahm Dr. Klaus Peter Ruf das insolvente Unternehmen Transnova mit 17 Mitarbeitern. „Ja ich will, war damals meine Entscheidung“, sagt Dr. Klaus Peter Ruf heute und fügt hinzu, „Unternehmer werden.“ Es war seine wichtigste Entscheidung im Leben, auch wenn er seit damals als Selbstständiger immer vor einer Dampfwalze herläuft. „Aber ich habe bisher einen guten Vorsprung.“ Heute ist sein Unternehmen Marktführer beim Bau von roboterbasierten Verpackungs- und Palettier-Anlagen mit rund 300 Mitarbeitern. „Der Markt ist fantastisch für uns“, 90 Prozent seines Umsatzes macht Transnova Ruf mit Altkunden. Der Jahresumsatz liegt derzeit bei 35 Millionen Euro. Jede der Sondermaschinen entsteht nach den Bedürfnissen und Wünschen der einzelnen Kunden und stellt ein technisch ausgefeiltes Unikat dar. Zu diesen Kunden zählen zahlreiche Top-Unternehmen weltweit, wie Unilever, Nestlé, Adidas, Fresenius, Hipp, Bayer, Haribo, Henkel, Melitta, AEG, Pfizer, Schwarzkopf oder Tchibo. Allein Beiersdorf hat für die nächsten drei Jahre 30 Linien geordert. Von der Knopfbatterie über Käseblister, Beutel mit Infusionslösung, Sportschuhe bis hin zu Kühlschränken – es gibt quasi keine Produktkategorie, die nicht schon mit den Anlagen aus Ansbach automatisiert verpackt wurde. Passend zum Jubiläum wurde auch der 1.000ste Roboter von ABB verbaut.

Eine große Gefahr für den Mittelstand sieht Ruf im Facharbeitermangel. „Erstmals haben wir dieses Jahr mehr Studienbeginner, als Anfänger einer Ausbildung. Wenn sich das nicht ändert, stoppt diese Entwicklung in zehn Jahren die deutsche Industrie“, so sein Aufruf bei seiner Jubiläumsfeier an die Politik. Seine Nachfolge ist bereits seit 2008 geregelt: Sohn Michael ist als Vertriebsleiter in das Unternehmen eingestiegen und Sohn Martin als Leiter der Technik.